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2. Themenblock: Umgang mit Aggression und Gewalt im Kita-Kontext

Anti-Aggression-Kurse und De-Eskalations-Trainings sind seit den 90er Jahren en vogue und vielerorts werden Kurse mit entsprechenden Bezeichnungen angeboten. Doch was steht eigentlich hinter diesen Begriffen? Und warum ist scheinbar in Kitas Schulen eine deutliche Zunahme aggressiver Kinder und Jugendlicher zu verzeichnen?

Im Seminar-Block „De-Eskalations-Management" wird auf die aktuellen Methoden und Modelle Bezug genommen, es werden praxiserprobte Ansätze erläutert und Präventions-Methoden eingeübt.


2.1 Einführung in das De-Eskalations-Training
(Übungsorientiertes Seminar mit theoretischen Einheiten)

De-Eskalations-Training zielt darauf ab mittels primärer, sekundärer und tertiärer Prävention weitere Eskalationen zu vermeiden. Dabei ist ein theoretisches Verständnis um die Prozesse von eskalierenden Situationen ebenso notwendig, wie Kenntnisse über Ansätze und Methoden des De-Eskalations-Training. Mittels zahlreicher Beispiele aus der Praxis wird ein breit gefächertes Wissen um das Thema De-Eskalation vermittelt.

Am Ende des Seminars haben die Teilnehmer vertiefte Kenntnisse zu folgenden Themen:

  • Eskalations-Modelle
  • Präventions-Ansätze
  • Proxemik und Kinesik 


2.2 Methoden des De-Eskalations-Managements

(Praxisorientiertes Seminar)

De-Eskalations-Management ist auf zwei Ebenen angesiedelt – auf der ersten Ebene geht es darum, Konflikten und eskalierenden Tendenzen präventiv zu begegnen. Dabei werden im Kita-Kontext insbesondere gruppenrelevante Methoden herangezogen. Die zweite Ebene bezieht sich auf die Nachbereitung von Eskalations-Kontexten – um zukünftig weitere Eskalationen zu verhindern. Dabei werden entlang von Praxis-Fällen die vielfältigen Methoden des De-Eskalations-Managements vorgestellt und angewendet.

Die Teilnehmer verfügen am Ende des Seminars über vertieftes Know-How zu verschiedenen Methoden des De-Eskalations-Managements.


2.3 Die Funktion von Aggression und grenzüberschreitendem Verhalten im Kita-Alltag
(Theorieorientiertes Seminar mit Übungseinheiten)

Das eher theoretisch orientierte Seminar führt in die Ansätze funktionalen Denkens ein. Grundlegend dabei ist, dass die aggressiven Verhaltensweisen der Kinder als Lösung für ein aktuelles Problem verstanden werden. So wird der sonst üblichen Defizitorientierung ein Lösungsansatz entgegengestellt. Um den aktuellen Bedarfs- und Anspruchslagen gerecht zu werden, ist eine breitgefächerte Perspektive notwendig. So erarbeiten die Teilnehmer eine gemeinsame Definition von „Aggression und grenzüberschreitendem Verhalten"

Am Ende des Kurses haben die Teilnehmer Detailwissen erlangt zu:

  • Funktionales Denken vs. Defizitorientierung
  • Aggressionstheorien
  • Präventive Ansätze
  • Möglichkeiten der Selbstreflexion und Teamreflexionen

Ziel des Seminars ist die Einführung in funktionales Denken, um den Teilnehmern Möglichkeiten alternativer Bewertungen von aggressivem und grenzüberschreitendem Verhalten zu ermöglichen.


2.4 das unerzogene Kind – alternative Perspektiven auf ein alltägliches Problem
(Praxis-Seminar mit Fallarbeit)

Alltäglich stehen Erzieherinnen vor dem Problem, dass Kindern nicht ausreichend Grenzen und sozial adäquates Verhalten während der Erziehung aufgezeigt wurde. In der Folge fallen immer mehr Kinder durch aggressives, grenzenloses Verhalten auf. Dabei hängt jedoch der Umgang mit diesem Phänomen insbesondere von der Bewertung der jeweiligen Situation ab. Im Seminar „das unerzogene Kind" werden im ersten Schritt die vielfältigen Auffälligkeiten näher beschrieben. Im zweiten Schritt wird gemeinsam eine alternative Beschreibung erarbeitet. Abschließend werden vor dem Hintergrund der alternativen Beschreibung inkongruente Lösungsansätze entworfen. Es handelt sich bei diesem Seminar um ein Praxis-Seminar, bei dem Fälle aus der Praxis herangezogen werden.

Die Teilnehmer erwerben Kenntnisse zu folgenden Aspekten:

  • Auffälligkeiten im Kindesalter
  • Methoden zum Perspektivwechsel
  • Methoden zum Umgang mit aggressiven und grenzüberschreitenden Kindern